Die malerische Sächsische Schweiz - die bizarr zerklüfteten Felsen des Elbsandsteingebirges

Meist sind es die Erzählungen von Freunden, der Bericht in einer Zeitung mit ansprechenden Fotos oder aber die Doku im Fernsehen, die uns Lust auf ein bestimmtes Reiseziel machen. Nicht so bei der Sächsischen Schweiz - hier war es ein Maler, wohl der berühmteste Maler der Romantik, der uns dieses Bild in den Kopf setzte, dieses Verlagen weckte und uns schlussendlich hierher geführt hat, damit wir uns nicht nur an seinen Gemälden erfreuen, sondern diese Gegend "live" erleben können.

 

Die Rede ist von Caspar David Friedich - viele von euch kennen sicher sein berühmtes Gemälde "Wanderer über dem Nebelmeer" oder andere seiner stimmungsvollen, epischen Kompositionen. Was muss es für eine Landschaft sein, die einen Maler zu solchen Werken inspiriert? 

Eine Landschaft, die uns beim ersten Besuch in ihren Bann gezogen hat und uns nicht mehr los lässt. Unzählige Male waren wir schon hier, sind immer wieder sprachlos und staunend über dieses Gesamtkunstwerk von Mutter Natur. 

Ein Kunstwerk, das sich auf rund 1200 Kilometer markierten Wanderwege perfekt erleben lässt.

Es ist wohl eine der spektakulärsten Landschaften Europas, dieses Elbsandsteingebirge im Osten Deutschlands. Ob lichtdurchflutete Wälder, tiefe Schluchten, markante Felsformationen oder imposante Tafelberge - sie alle beeindrucken die Menschen schon seit langer Zeit und inspirieren sie. So soll auch Carl Maria von Weber für die Wolfschlucht-Szene die spektakuläre Wolfschlucht als Namensgeber ausgewählt haben.

Hier findet ihr Tipps für Anreise, beste Jahreszeit, Quartier - und natürlich unsere liebsten Wanderrouten. Sie führen euch zu den Top-Sehenswürdigkeiten wie Lilienstein, Bastei oder  Barbarine. Aber auch unbekannterer Touren zu nicht minder spektakulärer Natur. Die Routen sind unterschiedliche lange und gut zu gehen. Viele Wanderungen hier beinhalten Stiegen und Steige - daher ist gutes Schuhwerk und Trittsicherheit Voraussetzung. Wenn eine Runde hundetauglich ist, dann führen wir das extra an. 

Anfahrt Österreich - Sächsische Schweiz

Aus Ostösterreich raten wir euch direkt über das Waldviertel oder Weinviertel nach Tschechien zu fahren und so via Prag in die Sächsische Schweiz. Die Durchfahrt durch Tschechien ist sehr, sehr angenehm. Es ist deutlich weniger los als in Deutschland und das Phänomen des plötzlichen Staus, wie wir es auf den deutschen Autobahnen doch schon oft erlebt haben, gibt es hier nicht.

 

Nur ein Teil der Strecke ist eine Autobahn - aber die Straßen sind durchgehend top ausgebaut und in einem sehr guten Zustand. Bei der Umfahrung von Prag muss man ein wenig aufpassen, da sie wie eine Stadtautobahn verläuft und es zahlreiche Abbieger und Auffahrer gibt. Aber einfach cool bleiben und immer eurer Spur treu bleiben! Die Navigation funktioniert einwandfrei und sehr eindeutig. In Sachsen selbst sind die Straßen in der Sächsischen Schweiz teilweise recht schmal - aber gut zu befahren. Einzig mit dem Wohnmobil empfehlen wir auf Hauptstraßen zu bleiben und sich die vorgeschlagene Navigation gut anzuschauen und gegebenenfalls auf größere Straßen abzuändern. 

Ab St. Pölten sind es rund 5,5 Stunden und 430 Kilometer. Vergesst nicht für Tschechien die Vignette zu kaufen - diese gibt es für 10 Tage oder ein Monat. Der ÖAMTC muss die Monatsvignette gleich "zwicken" - daher nicht zu früh kaufen. Zweimal muss das Kennzeichen eingetragen werden und sie gehört bei der Beifahrerseite unten innen auf die Scheibe. 

Beste Jahreszeit für das Elbsandsteingebirge?

Das Elbsandsteingebirge ist zu jeder Jahreszeit wunderschön - in den Wäldern und Schluchten ist selbst an heißen Sommertagen angenehm und viele Wege sind schattig. Auch wird es hier in der Regel nicht so heiß - wobei wir im August 2020 Temperaturen jenseits der 30 Grad hatten. Lösung: einfach früher aufstehen und die kühlen Morgenstunden bei der Wanderung genießen. Das Feine war aber, dass es nachts angenehm kühl war und es so eine erholsame Nacht gab.

 

Auch in den Ferien ist es zwar an der Bastei oder auf den Elbe-Fähren überlaufen, bei den Wanderungen ist man über weite Abschnitte alleine unterwegs und trifft nur hin und wieder andere Wanderer. Und selbst auf den Aussichtspunkten ist es angenehm und man kann den Anblick der schroffen Steine und Tafelberge genießen. Je weiter ihr euch von den Hauptrouten wie Lilienstein oder Schrammsteinblick entfernt, desto weniger Menschen werdet ihr treffen.

 

Noch stimmiger für Fotos sind die anderen Jahreszeiten, insbesondere der Herbst lockt mit Nebel und spannenden Laubverfärbungen. Was wir bisher selbst nur von Fotos kennen ist der Winter - so stimmig und malerisch, da müssen wir auch noch unbedingt mal her!

 Unser Tipp: einfach öfters hierher kommen! 

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Die Reisereporter
Sonja & Gerald Lechner
Ließfeldstraße 20, 3100 St. Pölten
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