Wanderung Schwallenbach - Ruine Hinterhaus in der Wachau

Aktualisiert: Sept 7

So bekannt der Höhenweg von Spitz an der Donau nach Sankt Michael ist, so unbekannt und wenig gegangen ist der Höhenweg von Schwallenbach zur Ruine Hinterhaus. Dabei ist auch dieser Weg durch die hellen Buchenwälder auf schmalen Waldsteigen ein besonderes "Wachau-Schmankerl"

Ausblick am Höhenweg auf die Wachau

Das Video zur Wanderung von Schwallenbach nach Spitz



Kurzfassung

Weglänge: 8,5 km

Höhenmeter Anstieg: 474 hm

Schwierigkeit: Ein schmaler, aber gut zu gehender Steig und Waldpfad, mit normaler Trittsicherheit kein Problem

Kondition: Der Anstieg am Beginn ist resch, aber schattig. Dann geht es eher eben dahin. Gesamt gesehen nicht recht anspruchsvoll von der Kondition

Markierung: gut markiert und leicht zu finden

Weg-Alternativen: nicht nach Spitz, sondern hoch auf den Jauerling mit deutlich längerer Strecke

Parken: in Schwallenbach wenige Parkplätze bei der Kirche

Landschaft/ Erlebnis: Waldimpressionen, Ausblick auf die Donau, Ruine, Donau. Im Sommer Bademöglichkeit in Spitz und Schwallenbach (hier breiter und schönerer Strand)

Fotografie: Naturfotografie mit unterschiedlichem Wald, Rückweg über Donaustrand - Stativ für Langzeitbelichtung

Einkehr/ Rast: mitten in der Wachau gibt es zahlreiche Heurige und Gasthäuser sowohl in Spitz, also der Mitte der Wanderung als auch in Schwallenbach


GPX / GPS Track zum Download


GPX - GPS Track, Schwallenbach, Spitz an
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Beschreibung


Start unserer Tour ist der kleine Ort Schwallenbach in der Wachau. Das Auto lässt sich am besten im Umkreis der Kirche parken - aber es gibt nicht viele Parkplätze. Alternativ könnt ihr die Tour auch in Spitz starten und von dort aus entlang der Donau herauf wandern,um in den Höhenweg einzusteigen. Gleich nach der Kirche geht unser Weg rechts hinauf in den Ort hinein. Die historischen Häuser rund um das Kircherl sind sehr hübsch anzusehen und besonders beim genauen Hinsehen entdecken wir so manche Besonderheit.

Der kleine Ort Schwallenbach ist ein richtiges Kleinod der Wachau mit charmanter Architektur
Genau schauen - es gibt so viel zu entdecken

Weiter geht es über die Gleise der Wachaubahn. Und schon sehen wir die erste Wandermarkierung: zahlreiche gelbe Wegweiser zeigen die verschiedenen Touren an, die hier vorbei kommen. Wir gehen nach rechts und stehen bald vor einer Steinmauer mit Stiege neben einem Haus. Diese Stiege ist unser weiterer Weg, auch wenn sie auf den ersten Blick etwas privat aussieht. Durch die Stufen heben wir uns schnell nach oben und erhaschen nette Ausblicke auf die Donau und Schwallenbach selbst.

Ja, dieser Aufstieg ist richtig, auch wenn er ein wenig privat wirkt.

Danach beginnt der Wanderweg als schmaler Steig nach oben - man merkt, dass hier keine Massen durchwandern. Gerade mal Rucksackbreite hat der Weg - aber das reicht ja perfekt.


Schmaler Wanderweg von Schmalenbach hinauf


Der Anstieg ist zwar nicht extrem steil, aber es geht doch rasch nach oben. Dank der Bäume ist es angenehm schattig, was bei der strahlenden Sonne fein ist. Immer weiter gelangen wir so hinauf.

Schmal ist er, aber gut zu gehen! Der Aufstieg zum Höhenweg
Durchgehend gut markiert - und leicht zu finden.
Frisches Grün in den Laubwäldern!
Der Nachwuchs der Bäume ist schon in den Startlöchern

Dann mündet unser Steig in die Kehre eines Forstweges. Wir folgen ihm aber nur ein paar Meter, denn dort geht auf der rechten Seite wieder der Steig weiter. Es ist ein wunderschöner Buchenwald, den wir - immer noch steigend - durchwandern. Der Steig selbst ist einfach zu gehen, auch wenn er manchmal sehr schmal ist. Einzig auf die Blätter müsst ihr aufpassen: sie sind extrem glatt und auch jetzt im trockenen Zustand sehr rutschig.

Eine für uns neue Wandermarkierung - der Jauerling!
Hellgraue Stämme, frisches Grün und braunes Laub - ein Farbenspiel
Ein schmaler, ein bisschen rutschiger Waldpfad - wunderschön!
Angenehm schattig, aber immer wieder blitzt die Sonne durch
Die Felsformationen der Wachau sind etwas ganze Besonderes der Region

Nach einer Weile geht unser Steig gerade nach oben in einer "Rinne" zwischen zwei Hängen. Aber dafür ist das der letzte richtige Anstieg nach oben. Denn kaum erreichen wir den höchsten Punkt geht es gemütlich fast eben, nur wenig auf und ab, dahin. Immer wieder können wir nach unten auf die Donau blicken und zwischendurch hübsche Steinformationen bewundern.

Schmal, aber leicht zu gehen - der Höhenweg von Schwallenbach nach Spitz
Immer wieder gibt es hübsche Ausblicke auf die Donau und das Wachautal
Hier sieht man gut, wie schmal der Weg ist - er wird nicht oft begangen
Die Wandermarkierung ist auf der ganzen Stecke eindeutig
Die Teufelsmauer unter uns - kennt ihr die Sage?

Kleine Holzkästchen mit einem "Gipfelbuch"


Wenn ihr zu einem Holzkästchen an einem Baum kommt, achtet auf den Weg, der rechts vom Hauptweg nach unten führt: nach kurzer Zeit seid ihr auf einem besondren Aussichtspunkt, wo ihr den Blick stromaufwärts genießen könnt. In dem Holzkästchen liegen ein Stempel und ein "Gipfelbuch", in das ihr euch eintragen könnt.

So witzig, diese kleinen Häuschen - klar, dass wir uns eingetragen haben ins "Gipfelbuch"

Wir folgen dem Weg weiter und bald kommt ein zweites Holzkästchen - hier sind wir für ein paar Fotos und auch unsere Jause nach links auf die kleine Plattform mit Föhren und Felsen gegangen. Es ist ein hübsches Plätzchen, das wir euch empfehlen möchten.

Seit wir von unserem Sohn wissen, dass es Buntspecht und Blutspecht gibt, schauen wir ja genauer hin: Buntspecht.
Hier noch einmal der Buntspecht!
Unser Rastplatz - hier war es wunderschön!

Danach geht es schon bergab Richtung Spitz. Der Abstieg ist angenehm und nicht zu steil. Ein zweiter Aussichtspunkt - eigentlich schon Richtung Ruine Hinterhaus - ist leider mittlerweile so hoch mit Bäumen zugewachsen, dass ihr euch diesen kleinen Abstecher sparen könnt. Aussicht gleich Null.

Ist der kleine bemalte Stein nicht witzig?
Hier geht es hoch zum Jauerling - das wird eine Herbsttour!
Weiter geht der Weg Richtung Ruine

Die Ruine Hinterhaus in Spitz an der Donau


Unten angelangt treffen wir auf einen Forstweg - nach rechts geht er schnurstracks auf die Ruine zu. Schon bald sehen wir sie. Und sind wieder begeistert: die Ruine Hinterhaus hat nicht nur eine besondere Lage über der Donau, nein, sie ist auch eine noch recht gut erhaltene Ruine, in der es viele Plätze und Ebenen zu entdecken gilt. Wenn ihr - so wie wir - Ruinen liebt, dann plant hier ein wenig Zeit fürs Erkunden ein. Unser Tipp: unbedingt auf den Turm aufsteigen - oben ist die Aussicht phänomenal.

Ruine Hinterhaus in Spitz an der Donau
Vor der Ruine ist ein tolles Bankerl mit Blick zur Burg
Eine große Burganlage mit vielen spannenden Einblicken
Ruine Hinterhaus thront über Spitz.
Blick vom Turm aus - unbedingt rauf gehen, es zahlt sich aus!
Ein tolles Panorama, oder?
Das Wachautal - so hübsch anzusehen.
Eine mächtige Burg auf der Anhöhe
Der Weg nach Spitz und zur Donau
Die Weinberge im Vordergrund, die Ruine dahinter - ein schöner Kontrast

Von der Ruine gehen wir nach rechts weiter und folgen dem Pfad nach unten. In Spitz angelangt wenden wir uns auf der Straße nach links - wir möchten gerne noch ein wenig an der Donau entlang gehen. Wer jetzt Hunger hat oder einen Nachmittagskaffee genießen will: das Gasthaus Prankl liegt direkt vor euch - wir können es euch sehr empfehlen! Hier der Link zum Gasthaus Prankl

Hier seht ihr den Weg ins Tal
Genau bezeichnet!
Blick vom Abstieg nach oben

Für uns geht es nun runter zur Donau. Wir gehen das erste Stück am Strand entlang - schön zum Genießen, Fotografieren und Sammeln von so Allerlei wie Treibholz und schönen Steinen.


Im Sommer ab zum Strand!


Am Schluss vom Spitzer Strand gehen wir die Stufen hoch zum Treppelweg - bis zur Teufelsmauer folgen wir diesem. Wenn ihr Sagen liebt - hier gibt es eine zu einer Wette mit dem Teufel in Kombination mit dem Bau einer Mauer über die Donau. Die Reste der Mauer seht ihr nun vor euch.

Die Donau - zwischen den grünen Hügeln der Wachau
Der Treppelweg bis zur Teufelsmauer

Nach der Teufelsmauer ist der Treppelweg zu Ende und wir wechseln auf den Gehweg auf der anderen Seite der Bundesstraße und folgen ihm bis Schwallenbach. Noch vor dem Ort gehen wir aber wieder nach unten zur Donau, um auch diesen Wegteil am Strand zu gehen. Ihr könnt aber auch oben der alten Straße in den Ort folgen. Wir steigen dann in der Mitte des Ortes direkt zur Kirche wieder auf, wobei aufsteigen jetzt nach Höhenmeter klingt, was gar nicht stimmt. Wir gehen nur von der Donau rauf in den Ort und zu unserem Auto.

Die Teufelsmauer - oder besser gesagt, die Reste davon
Weingärten, Weinreben, Wachau, Schwallenbach
In der Wachau gibt es immer wieder schöne Strände - so wir hier in Schwallenbach
Nach der Wanderung noch ein wenig baden - perfekt!

Wer jetzt noch Hunger oder halt Lust auf einen Heurigen hat, dem können wir hier den Heurigen Schauer empfehlen - immer, wenn er offen hat, ist es der "Stramme Hans", der uns lockt. Der Hans ist ein (langes) Käsestangerl randvoll gefüllt und sehr, sehr lecker. Hier der Link zum Heurigen: Schauer

Schwallenbach - unser Start und Ziel!

Die Tourdaten


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Sonja & Gerald Lechner
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