Die Reisereporter
Sonja & Gerald Lechner
Ließfeldstraße 20
3100 St. Pölten
Österreich
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Wandertipp Wachau: von Dürnstein auf den Vogelbergsteig und den Eselsteig

Aktualisiert: März 21

Vielleicht ist es bei euch ja auch so: wir haben gewisse Wanderziele, die wir jedes Jahr besuchen. Einfach weil sie landschaftlich so besonders schön sind und wir immer in unterschiedlichen Jahreszeiten die Natur genießen. Eines dieser Ziele ist der Vogelbergsteig in der Wachau. Er ist mit seinen vielen Ausblicken auf die Donau, Dürnstein und auch das Hinterland besonders abwechslungsreich. Die Wegführung des Steiges ist grandios und wir können uns nicht entscheiden, wann wir ihn am liebsten gehen: im Frühling, Herbst oder Winter. Nur zu einer Zeit mit Sicherheit nicht: bei heißen Temperaturen, da die Sonne dort so richtig einbrennt. Hat dafür seinen Vorteil, wenn es noch nicht so heiß ist: hier wird es schon mit den ersten Sonnenstrahlen im Winter angenehm mild.

Wer kennt sie nicht, die Sage von Richard Löwenherz und Blondel?
Hier gibt es viel zu schauen und zu staunen.

Diesmal ist es ein warmer Februar-Tag, der uns hierher führt. Zum ersten Mal mit kurzer Hose beim Gerald und mit leichter Wanderhose für den Rest. Gleich beim Ortseingang von Spitz ist ein großer Parkplatz, das Ganztagesticket kostet 4 Euro. Man könnte auch nach Spitz entlang der Straße parken, dort ist es aber meist recht überfüllt. Zuerst geht es in die Stadt hinein - jetzt im Februar zwar nicht menschenleer, aber doch wesentlich leerer als an den Tagen in der Saison. Obwohl wir ja schon wirklich oft hier waren - Gerald stammt ja auch aus der Wachau - entdecken wir heute vieles an den Häusern, das uns noch gar nicht aufgefallen ist. Wenn Hektik in den Gassen herrscht und alles voller Menschen ist, sieht man einfach viel zu wenig. Daher unser erster Tipp, der zwar nichts mit der Wanderung zu tun hat, uns aber sehr wichtig ist: besucht gerade so Touristen-Hotspots außerhalb der Saison und dann noch am besten zu außergewöhnlichen Tageszeiten. Ihr werdet Dinge entdecken und vieles mit anderen Augen sehen.

Wanderungen in Hülle und Fülle - hier muss man sich entscheiden!

Da wir ja noch einiges vorhaben heute, gehen wir trotzdem recht zügig durch die Stadt - gleich am Ende ist der Wegweiser zum Vogelbergsteig. Und somit beginnt es auch gleich bergauf zu gehen. Zuerst noch an den letzten Häusern vorbei (Auf der linken Seite ist da eine witzige Seilbahn in einem Garten und auch ein paar Modellpanzer), dann aber in den lichten Wald hinein. Die Wege sind wirklich gut ausgeschildert, unser GPS brauchen wir nicht. Bald schlängelt sich der Weg von hinten wieder nach vorne Richtung Donau, wo wir auch die ersten tollen Aussichtspunkte auf die Ruine und die Felsen dahinter finden. Immer wieder müssen wir stehenbleiben, um diese Eindrücke in Ruhe zu genießen. Der Steig selbst ist gut zu begehen, feste Schuhe sind wie bei jedem Steig aber eine Selbstverständlichkeit. Immer höher steigen wir bergauf und können so die gesamte Kulisse aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten. Besonders reizvoll ist der Föhrenwald unter den Felsen und der Ruine - die Laubbäume sind ja noch ohne Blätter und so ist die Form der Föhren noch besser zu erkennen und gibt dem Hang einen ganz besonderen Charakter. Wir lieben ja die Sächsische Schweiz - und hier muss man einfach sagen: ja, diese Felsformationen stehen dem in nichts nach, sie haben auch diesen besonderen Charme, den wir so lieben.

Für uns geht es zum Vogelbergsteig!
Felsformationen in vielen Farbnuancen
Immer wieder grandiose Ausblicke! Genießt es!
Die wohl bekannteste Ruine Österreichs - zumindest wenn es um die Sage von Richard Löwenherz und Blondel geht!
Im Frühling sieht man die Föhren und ihre spannenden Wuchsformen besonders gut
Immer wieder neue Ausblicke ins Tal und die umliegenden Berge
Was soll ich sagen - wir lieben die Ruine Dürnstein!
Ein Feeling wie in der Sächsischen Schweiz - ein ganz besonders Wandergebiet in Deutschland
Ruine Dürnstein, Stift und Donau - was will man mehr?

Mittlerweile wird der Weg felsiger und manchmal sind es doch ein wenig größere "Stufen", die wir erklimmen. Ein Stück des Vogelbergsteiges ist mit Seilen gesichert, also auch für Wanderer, die ein wenig unsicherer sind, kein Problem. Der Steig schlängelt sich nun dem Hang entlang nach hinten ins Tal hinein und steigt dabei noch langsam weiter an.

Gute Sicherung am Vogelbergsteig
Einfach zu gehender Steig mit guter Sicherung
Wir lieben Steinmännchen - ihr auch?
Der Vogelbergsteig lässt sich gut bezwingen und macht großen Spaß!
Blick zurück auf den Steig - und die Schönheit der Wachau
Blick auf den Steig und das grandiose Panorama
Ausblick genießen! Wanderspaß!

Oben angelangt wenden wir uns nach links, um die Kanzel, einen besonderen Aussichtspunkt zu besuchen. Er gibt einen wunderbaren Blick stromauf- und abwärts frei und daher eine dicke Empfehlung für den kleinen Umweg.

Ausblick von der Kanzel! Unbedingt hinüber wandern!
Die Reisereporter inklusive Sohnemann - drei, die das Wandern lieben!
Steinformation - was stellt sie wohl da? Wir geben dazu immer gerne einen Tipp ab!
Ok, dieses Motiv lieben wir, daher noch einmal nur wir beide ;)
Süß, oder? Bei der Kanzel entdeckt.
Was für ein Motiv - das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Danach geht es nach rechts Richtung der Hütte - leider hat diese im Winter geschlossen, aber man kann davor auf Bänken gemütlich seine Jause essen. Wenn man nicht schon wie wir einen der tollen Aussichtspunkte genützt hat. Ja, Plätze zum Jausnen gibt es wirklich viele!

Immer wieder Pausenplätzchen beim Abstieg (aber auch beim Aufstieg)
Starhembergwarte - leider geschlossen
Starhembergwarte - wie ein Rapunzelturm!

Nun geht es noch einmal ein wenig bergauf zur Starhemberg-Warte. Ein kleines Steintürmchen mit einem Holzaufbau oben - leider ist sie gesperrt. Von dort wandern wir den Pfad weiter - aber jetzt heißt es ein wenig aufpassen, falls ihr - wie wir - den Weg nach unten über die Ruine und den Eselsteig nehmen wollt. Ein Wegweiser mit dem "W" zeigt kurz danach im rechten Winkel von unserem Pfad nach unten - und das ist der Weg, den wir nehmen wollen. Wobei es auch kein Problem ist, wenn ihr euch - aus Versehen oder absichtlich - für den anderen entscheidet, alle Weg führen hier nach Dürnstein runter. Der zweite kommt über das Franzosendenkmal weiter flußabwärts an. Beim Bergab-Gehen gibt es viele klitzekleine Schönheiten, die das Fotografenherz erfreuen:

Makroaufnahme Moos - wie flauschig.
Ein Grasbüschel auf Moos
Flechten auf Stein - kleine Kunstwerke
Makroaufnahme Flechte
Kunstwerke in Klein
Kräftiges Moosgrün zwischen Herbstlaub

Unser Pfad führt uns auf direktem Weg zur Ruine Dürnstein, die ja aufgrund der Sage mit König Richard Löwenherz und Blondes Berühmtheit erlangt hat. Hier ist einiges los, ist sie doch ein beliebtes Ausflugsziel.

So viel Moos zum Bestaunen, da muss man sich ein wenig Zeit nehmen
Ruine Dürnstein mit der Donau - was für ein Anblick!
Einst war sie sicher eine mächtige Burg - die Ruine Dürnstein
Panorama Ruine Dürnstein, Vogelbergsteig und Donau
Blick auf die Ruine von Eselsteig
Blick vom Eselsteig - dicke Empfehlung für diesen Weg!
Ein Reisereporter genießt den Ausblick mal ohne Kamera ;)

Nun gilt es noch einmal auf die Wegführung zu achten: wir möchten diesmal den Eselsteig nach unten nehmen und nicht den normalen Weg. Er biegt rechts vom Pfad ab und führt über viele Treppen (Da stellt sich uns immer die Frage, wer die wohl alle gebaut hat....) nach unten. Ein sehr spannender Weg - es ergeben sich Blickpunkte auf Dürnstein, die wir so nicht kannten. Gleich beim steinernen Tor am Beginn der Stadt mündet der Steig wieder in den gewohnten Weg ein. Am Parkplatz müssen wir feststellen, dass alles randvoll ist - kein einziger mehr frei! Ja, die Wachau ist beliebt, zu jeder Jahreszeit!


Höhenmeter: 350 hm pro Richtung

Streckenlänge:rund 4 km

Anforderungen:

Trittsicherheit ist beim Steig erforderlich, aber durch das Seil ist er mehr als gut gesichert, aus unserer Sicht ein einfacher Steig, der auch nicht allzu lange oder schwierig ist. Gutes Schuhwerk ist wie immer Voraussetzung. Einzig bei Glatteis sollte er vermieden werden.


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