Wandern 3 Kirchen-Rundweg über Klein Mariazell im Wienerwald

Aktualisiert: Sept 7

Mitten durch den Wienerwald verläuft die Via Sacra - ihr folgen wir ein Stück des Weges und besuchen dabei die drei Kirchen Hafnerberg, Klein Mariazell und Altenmarkt. Und dazwischen tanken wir Kraft beim Druidenstein und genießen den Ausblick auf die sanften Hügel des Wienerwaldes!




Kurzfassung


Weglänge: 13,4 km

Höhenmeter Anstieg: 353hm

Schwierigkeit: der Weg ist angenehm zu gehen, auf Waldwegen, Asphalt oder Wiesenwegen.

Kondition: Die Steigungen sind gemächlich und gut zu bewältigen, die Strecke hat jedoch eine gewisse Länge.

Markierung: gut markiert

Weg-Alternativen: anderer Beginn

Parken: am Wanderparkplatz an der Donau

Landschaft/ Erlebnis: immer wieder Informations-Schilder zu den Sehenswürdigkeiten, idyllische Landschaft, schöne Wegführung.

Fotografie: sehr abwechslungsreich von Natur bis Kultur

Einkehr/ Rast: genug Jause mitnehmen. In den Orten auf der Runde einkehren in den Gasthäusern

Tipp: Start der Tour in Klein Mariazell - dann ist der schönste Teil der Tour am Schluss


Link zum GPS-Track


GPX - GPS Track, 3 Kirchen Wanderung, Kl
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Download • 145KB

GPX - GPS Track, 3 Kirchen Wanderung, Kl
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Beschreibung der Wanderung


Start unserer Wanderung ist Hafnerberg, das wir von der Autobahnabfahrt Alland kommend erreichen. Neben der Kirche ist ein großer Parkplatz und schon jetzt sehen wir, dass es hier im Ort Wirtshäuser gibt für "danach". Bevor wir allerdings los starten, besichtigen wir die Wallfahrtskirche. Wow - was für farbenfrohe Deckengemälde und was für ein beeindruckender Altar. Die Kirche ist ein richtiges Gesamtkunstwerk und verdient es, in Ruhe betrachtet zu werden.

Hier der Link zur Kirche: Hafnerberg

Wir mögen ja Symmetrie an Gebäuden sehr gerne - so wie hier mit den Türmen
Der Innenraum ist überwältigend - da bleibt man stehen und staunt
Mit echten Kleidern - das sieht man sehr selten!
So farbenprächtig und reich an Szenen - einfach wow!

Danach geht es den Kreuzweg rechts von der Kirche hoch in den Wald. Es ist ein angenehmer Weg, der uns in den Wald führt. Ihr könnt euch von der Wegführung einfach an der nächsten Kreuzwegstation orientieren.

Los geht´s Richtung Klein Mariazell
Seht ihr das braune Schild neben dem Marterl? immer gibt es Erklärungen, so fein!
Die Wegkennzeichnung ist eindeutig!
Beim Kreuzweg einfach von Station zu Station!

Am oberen Ende geht es in eine Weide, die mit einem Tor gesichert ist. Drinnen ist ein ganz besonders hübsches Marterl neben dem Weg: die Fuxbauer Kapelle. Errichtet von einem Naturheiler, dem damals der Grund gehörte.


Das Blau-Weiß der Fuxbauer Kapelle finden wir besonders hübsch!

Hinter der Kapelle ist am Hügel ein Kraftort. Wir gehen aber nicht hier schon nach oben, sondern folgen dem Weg weiter bis zu einem Bankerl am Weg. Gleich dahinter startet der Weg zum Druidenstein Felsnadel. Er ist ein mit Lehn- und Sitznischen ausgestatteter Menhir und Visier-Stein, wie wir einer Informationstafel entnehmen. Die energetisch positive Zone soll elektromagnetische Belastungen aufheben.


Kraft tanken am Druidenstein!


Nun ja, wie auch immer man zu so etwas steht - wir beschließen, ein wenig Energie zu tanken, schließlich haben wir noch eine weite Gehstrecke vor uns. Und getreu unserem Motto "hilft´s nichts, schadet´s nicht" probieren wir solche Plätze oder Bründl immer aus. Wie ist das bei euch? Seid ihr da auch neugierig und probiert es oder nicht?

Der Druidenstein - versteckt am Hügel.
Zuerst einen guten Platz suchen - dann genießen.
Letzte Energie-Spritze vor dem Weitergehen

Nun geht es auch schon aus der Weide raus und wir folgen dem Weg weiter Richtung Bauernhof. Dort ist so allerlei Getier unterwegs: Hasen in einem Gatter, der Hofhund liegt in der Sonne und ein Laufenten-Erpel geht mit einem Hahn spazieren. Männer-Ausflug scherzen wir, denn von den gefiederten Damen ist nichts zu sehen.

Ist er nicht schön? Bei uns heißen alle Hähne Sigismund - nach dem Weißen Rössl!

Direkt vor dem Hof ist ein weiteres Info-Schild, das auf ein Kalendarium hinweist, das in Blickrichtung Peilstein bestanden haben dürfte.

Der Ausblick auf den Wienerwald ist in jede Richtung wunderschön!
Das Kalendarium in der heutigen Ansicht...
Die Zeichnung im alten Foto auf der Info-Tafel
Und hier noch die Info-Tafel - so spannend!

Wir gehen gerade aus weiter, bis unser Weg an einen Querweg ansteht. Dort gehen wir nach links - hier findet ihr auch wieder Wegweiser.

Ja, jetzt sind wir am Berg - und weiter geht es nach Kleinmariazell

Kaum um die Ecke gebogen gibt es ein besonders tierisches Highlight für uns: Hochlandrinder-Kälber in unterschiedlicher Größe. So süß, so kuschelig - zumindest beim Anschauen.

Hochlandrinder - so kuschelig süß! Wir sind große Fans!
Groß und Klein - hier wirken alle entspannt und zufrieden.
Unser spezieller Liebling - nur muss er bald mal zum Friseur

Kurz danach zweigt unser Weg nach links von der Straße in einen Wiesenweg ab. Dieser führt am Waldrand meist recht angenehm schattig weiter entlang des Hanges und gibt schöne Ausblicke auf den Wienerwald frei.

Die Wiesen schon hoch, die Bäume grün - ja, der Frühling ist voll da
Der Weg führt oft angenehm schattig dahin
Manchmal auch als schmaler Pfad, aber immer einfach!

Am Ende folgt die Entscheidung zwischen zwei Wegen: dem steilen Ganslsteig und der linken leichten Variante. Klar, wir wählen den Ganslsteig. Steil ja, aber nicht schwierig. Einzig, was wir unten im Tal feststellen müssen: wir sind durch den Ganslsteig zu weit nach unten gekommen und müssen nach rechts auf der Straße wieder die verlorenen Höhenmeter wett machen.


Nicht schwierig - der Ganslsteig


Kein Problem, aber dieser Teil der Strecke ist recht sonnig.... und uns ist ganz schon heiß. Die Straße führt hoch zu einem Bauernhof, den wir passieren und hinten umrunden.

Hier müsst ihr euch entscheiden: der Ganslsteig im Trockenen ist kein Problem.

Wie als Verlängerung der Straße biegen wir nun wieder in den Wald ein, recht idyllisch über einen kleinen Bach und auf einem schmalen Waldpfad. Ein besonders schöner Streckenabschnitt. Später kommen wir wieder auf einen Forstweg, vorbei am Schacherkreuz und dann hinunter ins Tal Richtung Klein-Mariazell.

Immer den Wegweisern folgen....
Das Schacherkreuz erzählt von früheren Zeiten
Das letzte Stück geht auf einem Forstweg dahin.

Die Basilika liegt im Tal und auch sie ist ein besonderer sakraler Ort. Wir lassen die Wallfahrtskirche auf uns wirken und schauen uns genau im Inneren um. Für euch der Link: Klein Mariazell

Kleinmariazell - eine schmucke Basilika
Eine spannende Gestaltung mit dem Dach, das durch den Turm durchläuft
Auch von weiter oben ein imposanter Anblick
Da hat der Architekt eine interessante Gestaltung gewagt.
Nur ein Turm - aber so geplant, das sieht man!
Auch hier wieder farbenfrohe Fresken - besonders toll: es gibt Erklärungen, wer abgebildet ist
Da kommt man mit dem Schauen gar nicht nach - nehmt euch Zeit!
Auch hier eine angekleidete Madonna mit Jesuskind. Wenn man kniet, schaut sie einem in die Augen.
Auch zu den Wand-Gemälden gibt es Erklärungen gegenüber an der Mauer
Der Altarbereich mit einer beleuchteten Maria mit Jesuskind in der Mitte

Für uns geht es nun das Tal hinaus, hier ist nur wenig Verkehr, was die Wanderung entlang der Straße recht angenehm macht. Dann geht es entlang der Bundesstraße weiter - der unattraktivste Teil der Wanderung. Der Rest ist jedoch so schön, dass wir diesen Abschnitt gerne in Kauf nehmen!

Blick zurück - angenehm geht es in der Allee weiter

Am Beginn des Ortes Altenmarkt findet ihr auf der linken Seite ein grünes Drehkreuz - hier hindurch kommt ihr auf eine Weide, die ihr einfach geradeaus, also der Länge nach überquert. Wer Weiden nicht mag, kann ebenso entlang der Straße weiter bis zur nächsten Kirche gehen. Bei uns waren keine Kühe oben, so konnten wir allein die riesige Wiese entspannt durchschreiten. Mitten auf der Wiese ist die Weide unterteilt, es gibt einen Durchgang (aber einen mit mobilen Zaun - vielleicht ist das bei euch schon wieder anders gelöst) und danach geht ihr einfach weiter.

Hier geht es durch das Drehkreuz auf die Weide
Bei uns waren keine Kühe auf der Weide
Was für ein Tag - genau das richtige Wanderwetter

Am Ende - und das ist wirklich eine große Weide, also nicht wundern - seht ihr vor dem Wald einen solitären Baum, eine schöne Kastanie. hier geht euer Weg in den Wald hinein.

Seht ihr die große Kastanie? hier geht es in den Wald hinein

Der Durchgang durch den Wald ist recht kurz, dann seht ihr schon die nächste Kirche auftauchen. Ganz vorne bei der Kirche ist wieder ein Drehkreuz, durch das wir die Weide verlassen. Leider ist diese Kirche versperrt - aber auch von außen ist sie mit dieser schönen Lage sehenswert.

Die dritte Kirche: Altenmarkt!
Ein richtig hübsches kleines Kircherl - nur leider verschlossen....
So neben der Weide hat sie eine besonders schöne Lage
das solltet ihr nicht sehen - wir sind kurz falsch gegangen ;)

Wenn ihr den Friedhof durch das Tor verlasst, dann ist gegenüber ein Wegweiser der "Via Sacra", dem wir aber nicht mehr folgen. Wir biegen auch links ab und folgen der Straße bis zur Ortsgrenze. Dort geht es auf einem Waldweg in den Graben hinab und über eine Brücke. Am anderen Ende ist die Nepomuk-Kapelle.

Nach dem Ort geht es auf dem Pfad hinunter
Und schon wieder eine hübsche Kapelle: die Nepomuk-Kapelle

Hier überqueren wir die Hauptstraße und müssen ein letztes Mal für heute einige Höhenmeter aufsteigen - ja, das Einkehren am Schluss muss verdient werden! Der Waldweg ist sehr schön und zeigt einige Felsformationen. Am Ende, als er in die Straße mündet, sind wir wieder am Beginn unserer Wanderung angelangt.

Gegenüber startet der letzte Wegabschnitt: noch einmal ein wenig bergauf
Ein schöner Weg führt uns zurück.
Nun ist das Ende nicht mehr weit - und vielleicht das Einkehren beim Wirt!


Tourdaten


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Die Reisereporter
Sonja & Gerald Lechner
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