Wandern Waldviertel: Krumau im Kamptal in Niederösterreich

Aktualisiert: Jan 3

Oft sind es die unbekannten Wanderungen, die, wo keine Massen unterwegs sind, die dafür aber mit besonderen Wegen und Geschichten faszinieren.

So in Krumau im Waldviertel. In der Mitte des Ortes ist ein Parkplatz, wo das Auto bequem abgestellt werden kann. Einzig am Sonntag um die Mittagszeit kann es hier eng werden: das Gasthaus ist gut besucht, was aber gleichzeitig auch ein guter Tipp für nachher ist. Wenn die Einheimischen in Scharren kommen, dann wird hier sicher gut gekocht.

Haben nicht mit einem Steig gerechnet, zum Glück ist der Hund zu Hause

Einen schmalen Weg geht es hoch zur Burg Krumau, die wacker über dem Kamp thront. Es ist eine mittelalterliche Höhenburg aus dem 11. Jahrhundert und wird nach einer umfangreichen Instandsetzung heute sogar bewohnt. Unser Wanderweg geht an der Burg vorbei hinunter ins Tal und dem Kamp entlang. Schon bald steigt der Weg wieder an und schlängelt sich dem Fels entlang, zur Sicherheit ist hier ein Seil angebracht.

Sogar eine Leiter - kein Problem, aber man sollte es wissen, falls man nicht mehr so trittsicher ist,

Über eine Eisenleiter geht es danach wieder hinunter ins Tal und auf offensichtlich wenig benutzten Waldwegen weiter zu unserem ersten Ziel, der Ruine Schwarzenöd. Quer vor uns erhebt sich eine Mauer mit einem Torbogen in der Mitte, seitlich sind noch einige Mauern zu sehen, aber das war es schon, mehr ist nicht mehr über. Dennoch ist es ein sehr hübsches Plätzchen und der Durchblick ist ein schönes Motiv. Über die Burg selbst ist wenig bekannt, man geht davon aus, dass sie im Kampf zwischen König Ottokar von Böhmen und Rudolf Habsburg zerstört wurde.

Einige Ruinen liegen auf unserem Weg - viel ist leider nicht mehr übrig

Für uns geht es nun weiter rauf und runter, wieder teils auf Waldwegen und teils auf engen Steigen zur Frauenluckn - einer Höhle, in der sich die Frauen des Ortes vor den Schweden versteckt haben sollen. Der Zugang zur Höhle ist auf den letzten Metern etwas schwierig, er ist aber mit Halteseilen gesichert. Die Höhle selbst ist bereits in der Alt-Steinzeit, genauer gesagt im Magdalenien, besiedelt gewesen und daher mit der Gudenushöhle die zweite bereits zu dieser Zeit besiedelte Höhle.


Um unsere Rundwanderung fortzusetzen geht es nun in die nahe Ortschaft und von dort weiter zur Ruine Schwarzenberg. Hier dürften wirklich nur selten Besucher her kommen, der Weg wirkt sehr unbenutzt, ist aber gut zu gehen. Oben angekommen sind wir überrascht, dass wir nun bei der zweiten Ruine an diesem Tag noch weniger Reste vorfinden als bei der ersten. Hier gibt es nur mehr eine Mauer. Sonst nichts. Jedoch für uns noch ein weiteres schönes Plätzchen hier zu genießen.

Ruine Schwarzenberg - viel ist auch hier nicht mehr übrig.

Zurück geht es nun zum Auto - und, ja es ist Winter, gerade rechtzeitig vor dem Dunkelwerden sind wir dort. Insgesamt haben wir 13 Kilometer zurück gelegt.

Erster Frost im Kamptal


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Sonja & Gerald Lechner
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