Wandern Alpen: Schindeltal - Kleinzeller Hinteralm in Niederösterreich

Aktualisiert: Jan 3

Gelangt man von der Ebenwaldhöhe mit einem kleinen Spaziergang zur Kleinzeller Hinteralm in den Gutensteiner Alpen, so ist der Aufstieg von Norden über das Schindeltal landschaftlich wunderschön, aber doch deutlich anstrengender und länger. Vorbei an imposanten Forsthäusern und einem rauschenden Wasserfall ist dieser Weg aber sehr zu empfehlen!

Was für ein hübscher Wasserfall - und dabei so versteckt!

Kurzfassung der Wanderung


Weglänge: 11,5 km

Höhenmeter Anstieg: 602 hm

Schwierigkeit: Normale Trittsicherheit, der Großteil der Strecke geht auf einem Forstweg, dann auf einem Waldweg und zuletzt ein schöner, aber einfacher Steig.

Kondition: Konditionell steigt es bis zum Steig langsam an, am Steig steiler, aber noch immer recht moderat.

Markierung: gut markiert

Weg-Alternativen: kurzer Aufstieg von der Ebenwaldhöhe aus

Parken: am Ende der Straße

Landschaft/ Erlebnis: Forsthäuser, Ausblicke auf die umliegenden Berge, Wasserfall

Fotografie: Wasserfall - Stativ für Langzeitbelichtung

Einkehr/ Rast: Hinteralm-Hütte, Öffnungszeiten beachten. Wenn geschlossen, ist dort aber ein schöner Rastplatz

Tipp: vor der Weidezeit kein Kuh-Kontakt


Beschreibung der Wanderung


Vom Kreisverkehr kommend geht es Richtung St. Veit an der Gölsen. Im kleinen Ort Wiesenfeld geht es vorm Gasthaus Wagner-Löffler rechts ins Tal. Dieser Straße folgt ihr für längere Zeit, bis sie in einem Fahrverbot ausgenommen Anrainer endet. Dort ist neben der Straße, gegenüber eines Hauses der ideale Platz zum Parken.

Der Start der Wanderung - gemütlich ins Tal hinein

Nun geht die Wanderung los - zuerst eben ins Tal hinein und schon bald treffen wir auf das erste Forsthaus - was für ein imposantes Gebäude, stilvoll renoviert und sehr hübsch anzusehen. Immer weiter windet sich der Weg hinein in ein landschaftlich überaus reizvolles Tal.


Was für Forsthäuser! Fast schon Forstgüter


Nach einiger Zeit das nächste Forsthaus oder besser gesagt Gutshaus - niemals hätten wir hier mit solchen Gebäuden gerechnet, noch dazu gleich mehreren. Denn auch dieses sollte nicht das letzte sein. Aber zuerst treffen wir noch auf eine kleine Kapelle, die sich perfekt in die Landschaft und das Ortsbild hier einfügt. Und ein wenig weiter - das nächste Gut, jedes eines wenig anders in der Gestaltung und doch aus einem Stil. Was für ein verstecktes Tal und was für versteckte Bauwerke, die unser Auge erfreuen.

Das erste von drei imposanten Forsthäusern - wir lieben diese Architektur
Ja, der Name "Waldesruh" ist hier mehr als passend.
Typisch für unsere Gegend: Marterl am Wegesrand.
Und das Schöne ist, dass immer auch neue Kerzen dort stehen oder sie jahreszeitlich geschmückt werden.
Begleitet vom Plätschern des Baches geht es ins Tal
Hier musste der Weg offensichtlich aus den Felsen gesprengt werden.

Neben uns begleitet uns den gesamten Weg ein Bacherl, das munter über Steine springt und herrlich plätschert. Der Wald ein schöner Mischwald, dazwischen ragen immer wieder Felsen auf. Einer davon ist besonders spannend: ist ihm doch an seinem Spitz ein gewaltiger Teil ausgebrochen. Auch wenn nun schon Frühling ist, freuen wir uns hier über die - vermutlich - letzte Schneewanderung am Beginn des Jahres. Der Weg nach hinten bis es beginnt wirklich anzusteigen, geht nur wenig bergan und ist auch recht lange - aber es ist so wunderschön, das wir jeden einzelnen Moment sehr, sehr genießen.

Fotograf "muss" da einfach runter zum Bach - wenn wir schon das Stativ für den Wasserfall mit haben,
Wohl die letzten Eiszapfen für dieses Frühjahr.
Was für ein großer Felsabbruch - schaut aus, als wären zwei Augen drinnen
Zu Beginn geht es wirklich lange eben dahin....
Es ist ein wirklich hübsches Bacherl!
Ein Stück des Weges Wald pur und dann wieder wie aus dem Nichts hübsche Gebäude
Eine sehr stimmige Kapelle, jedoch leider verschlossen. Hätten zu gerne hinein geschaut
Erinnert ein bisschen an die Sächsische Schweiz
Nun geht es ein wenig bergauf - wir nähern uns dem Ziel
Die Wegführung ist eindeutig.
Hier ist es der untere Weg!
Eindeutige Wandermarkierung - daher ein leicht zu findender Weg

Dann geht es los mit der Steigung - und bald kommt die wichtigste Kehre: hier wendet sich der Forstweg wieder nach rechts und es steht ein Wegweiser mit dem Hinweis "Wasserfall" - unbedingt folgen, auch wenn wir vom Weg her nichts sehen. Versteckt liegt ein bezaubernder Wasserfall, jetzt hängen sogar noch Eiszapfen seitlich herunter. Einfach herrlich. In der warmen Jahreszeit kann man sich hier herrlich abkühlen.

Wenn ihr genau schaut, dann sehr ihr in der Mitte des Bildes die weiße Tafel zum Wasserfall! Nicht vorbei laufen
Zahlreiche Eiszapfen glitzern im Licht.
Was für ein Wasserfall und so versteckt.
Im Sommer ist er sicher die perfekte Abkühlung
Größer als erwartet - wir haben nicht mit so einem großen Wasserfall gerechnet

Für uns geht es aber nun weiter bergauf. Ein gelber Wegweiser zeigt uns bei der einzigen Möglichkeit den falschen Weg zu wählen die Richtung und so steigen wir auf. Nun wird aus dem Forstweg ein Waldweg, weicher Untergrund. Eine angenehme Abwechslung! Nach einer Zeit wird es zu einem sehr einfach zu gehenden Steig. Jetzt mit Schnee heißt es schon aufpassen, dass man nicht ausrutscht.


Ein einfacher Steig führt den Wanderer bergauf


Aber ohne Schnee sicher kein Problem. Immer weiter führt er uns nach oben. Ein einziges Mal ist die Wegführung nicht besonders gut zu erkennen, aber das kann auch am Schnee liegen - hier windet sich der Weg um den Hang herum und geht auf der drüben liegenden Seite weiter. Wenn man aber genau schaut, dann sieht man aber auf einem der ersten Bäume die gelb-weiße Wandermarkierung. Danach geht es aber perfekt weiter nach oben, ein paar Baumstämme müssen überstiegen werden, aber auch das ist kein Problem.

Dieser Wegweiser zeigt bei der einzig etwas unsicheren Stelle die Richtung
Hier geht es nach links oben
Nun steigt der Weg gemächlich an
Mittlerweile ist es ein Waldweg, sehr angenehm zu gehen
Knapp vor diesem Stück war für uns die Wegführung nicht klar - aber wenn ihr schaut, leuchtet die Markierung rüber
Das letzte Stück ist ein schöner Steig
Wandermarkierung mit Sonne
Ausblick auf die Hügel ringsum

Endlich sind wir oben angekommen und vor uns öffnet sich die Alm. Es ist einfach wunderschön, auch jetzt mit kleinen Schneefeldern und Bäumen ohne Laub, die uns so ihre Wuchsform noch deutlicher zeigen. Mit der Alm haben wir unser heutiges Tagesziel erreicht. Denn von der Hinteralm könnten wir noch verschiedene weitere Ziele anpeilen: einerseits die Reisalpe oder aber den Hochstaff. Für uns geht es aber zur Hinteralm-Hütte, wo wir in der Sonne unsere Jause genießen. Eines lieben wir ganz besonders an dieser Alm: die alten mächtigen Bäume ringsum, gleich ob im Sommer- oder Winterkleid, sie strahlen eine Erhabenheit und Ruhe aus, die ihresgleichen sucht. Hier muss man verweilen und die Stille genießen. Das allerdings geht um diese Jahreszeit besser als im Sommer, da dies doch eine beliebte Wanderstrecke ist. Unser Aufstieg über das Schmidatal ist zu jeder Zeit ruhig und eigentlich ein Geheimtipp. Den Weg von der Ebenwaldhöhe wählen die meisten Wanderer, verkürzt und erleichtert er die Wanderung doch deutlich. Wir möchten euch aber diese Variante wirklich ans Herz legen - schaut sie euch einmal an, ihr werdet begeistert sein. Zurück ins Tal geht es auf dem selben Weg wie herauf.

Nun geht es auf die Alm - der steile Steig ist zu Ende
Ausblick auf den Hochstaff
Viele Markierungen auf einem der alten Bäume
Ein kleines Stück weiter zur Hütte für die Rast
Hier treffen wir auf die anderen Wanderwege - zu den Gipfel und zum Parkplatz auf der Ebenwaldhöhe
Das ist de Weg zum Hochstaff
Die Hinteralm-Hütte - im Sommer bewirtschaftet, aber auch jetzt perfekt für eine Rast
Im Sommer liegen in diesem Brunnen oft Getränke zum Kaufen

Tourdaten

Link zum GPS-Track

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Die Reisereporter
Sonja & Gerald Lechner
Ließfeldstraße 20, 3100 St. Pölten
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