Wandern Alpen: auf den Eibl von Türnitz als Winterwanderung in Niederösterreich

Aktualisiert: Feb 1

Das Christkind in Gestalt unseres Sohnes Wolfram hat uns beiden zwei klitzekleine Bobs gebracht (und für ihn selbst gab es natürlich auch einen) - die müssen unbedingt endlich ausprobiert werden. Rodeln, Bobfahren? Da kommt uns gleich der Eibl bei Türnitz in den Sinn, es ist unser Kindheits-Schigebiet, hier habe ich Schifahren gelernt. Auch wenn der Lift schon viele Jahre Geschichte ist, so gibt es dort auf den ehemaligen Pisten perfekte Bedingungen für unsere ersten Abfahrten. Hier ist ein wahres Eldorado für Tourengeher, Schneeschuhwanderer und Winterwanderer von den Wegen und Pisten her, dann gibt es noch die auch während Corona dank Take-Away offene Berghütte und eben die wirklich feinen Abfahrten, womit auch immer ihr die bestreitet!

Holla die Waldfee - der Bob geht ja mega ab! Schnelle Abfahrt am Eibl!

Kurzfassung


Weglänge: 9,2 km

Höhenmeter Anstieg: 578 hm

Schwierigkeit: der gesamte Aufstieg geht über Forststraßen, dank der vielen Tourengeher und Wanderer ist es auch im Winter bei Schnee (derzeit rund 20 cm) bequem zu gehen, da der Weg wie leicht planiert wirkt.

Kondition: es geht angenehm, aber doch einige Höhenmeter hinauf. Die Steigungen sind aber recht moderat, also gemütlich zu gehen.

Markierung: gut markiert und eindeutig.

Weg-Alternativen: verschiedene Wege führen zum Gipfel des Eibl - alternativ könnt ihr auch entlang vom Waldrand über die "Piste" gehen.

Parken: am Parkplatz bei der Sommerrodelbahn

Landschaft/ Erlebnis: tolles Berg- und Hüttenerlebnis, schöne Ausblicke ringsum auf die Alpen.

Fotografie: Wald und Weiden mit vollem Panorama

Einkehr/ Rast: Hütte am Gipfel: Link zur Eibl-Teichhütte herrliche Küche!

Tipp: Vergesst im Winter den Bob oder Schlitten nicht - es macht so Spaß!


GPS-Track

GPS-GPX Track, Eibl, Tuernitz, Noerdlich
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Beschreibung der Wanderung


Über Lilienfeld geht es nach Türnitz, wo ihr links Richtung Sommerrodelbahn abbiegt. Dort ist zwar ein großer Parkplatz, aber an Wochenenden kann der auch schnell voll sein. So wie heute, das Wetter ist mit leichtem Schneefall zwar nicht ganz top, aber gut genug für eine Winterwanderung. Wir bleiben bei der Brücke entlang der Straße stehen und gehen das letzte Stück zu Fuß bis zu unserem eigentlichen Startpunkt bei der Sommerrodelbahn.

Nun folgen wir der Straße bis zu einem Gehöft und an ihm vorbei oder genauer gesagt durch die einzelnen Gebäudes des Hofes. Die Steigung beginnt gleich am Anfang, dafür verteilt sie sich angenehm auf den gesamten Anstieg. Es ist angenehm zu gehen, wir kommen nicht ins Schnaufen, dafür wird uns bald mollig warm, was im Winter ja recht fein ist. Nach dem Hof bleiben wir auf der Forststraße, die durch die Tourengeher und Wanderer angenehm planiert ist. Wir sinken fast nicht ein, was den Aufstieg deutlich erleichtert. Nach einiger Zeit erreichen wir ein Marterl - hier wendet sich unser Weg in einer Kehre nach rechts.

Aussteigen und im Winterwunderland ankommen!
Der perfekte Mistelbaum - leider zu spät für Weihnachten entdeckt!
Ein richtiger Winterwald - auch bei leichten Schneefall und grauem Himmel wunderschön.
Blick zurück ins Tal auf Türnitz!
Ja, ein Stückerl geht es noch rauf - und dann rasant hinunter.

Nun folgt ein eher gerades Stück über eine Weide, dann erreichen wir wieder den Wald. Kurze Zeit später treffen wir auf eine Hütte, wo ihr eine kleine Pause vor dem Gipfelsturm einlegen könnt. Ein Bankerl davor lädt zur Rast ein. Weiter führt der Forstweg den Berg hinauf. Alternativ gibt es die Möglichkeit seitlich an der "Piste" entlang zu gehen - steiler und tiefer, aber kürzer. Für uns mit normalen Winterwanderschuhen ist die Entscheidung klar: am Weg bleiben. Falls ihr aber mit Schneeschuhen unterwegs seid oder ihr eure Wanderung anstrengender gestalten wollt, dann könntet ihr euch für die Wiese entscheiden.

Gut markiert und eindeutig zu finden.
Und wieder schauen wir hinunter ins Tal!
Auch im Schnee sind die Wandermarkierungen gut zu sehen.
Und noch ein Stück höher - und weiter wird der Blickwinkel.
Dank der Tourengeher perfekt planierter Weg.
So ein schöner Blick auf die Hügel rings um uns.
Was für eine herrlich weiße Pracht!
Das Blaugrün der Nadelbäume und der weiße Schnee sind eine tolle Kombi.
Vogelfreunde dürften hier unterwegs sein.
Auf diesen Pisten hab ich Schifahren gelernt - der Eibl, für viele der Start in den Wintersport.
Seht ihr die vielen Zapfen?
So knuffig, die kleine Holzhütte im Niemandsland

Gemütlich geht es quer zur Piste weit nach links, dann mit einer Kehre zurück nach rechts. Nun queren wir wieder die Piste - hier steigen wir im Abstieg dann auf die Bobs um - und ich muss euch sagen: die Piste ist einfach perfekt für die Abfahrt! Jetzt beim Aufstieg geht es noch einmal in die entgegengesetzte Richtung, bevor wir uns mit einer letzten Kehre Richtung Gipfel wenden. Das erste Haus, das ihr seht, ist noch nicht die ersehnte Eibl-Teichhütte, sie liegt noch etwas höher neben dem Gipfelkreuz, das ihr nun aber zum ersten Mal erblickt. Wir gehen am Haus vorbei und gleich danach führt der letzte Pfad zum Gipfel. Hier ist der Weg nicht mehr so platt getreten und wir merken den Unterschied gleich nach ein paar Schritten deutlich. Ja, Schnee kann wirklich anstrengend werden.

Oben bei der Hütte angelangt eine große kulinarische Überraschung: es gibt eine große Auswahl von Süß bis Sauer, von Heiß oder Kalt! Einfach im Freien bestellen und dort auch abholen, Abstände hinsichtlich Corona können perfekt eingehalten werden und - die beste Nachricht zum Schluss - es schmeckt phänomenal! Dickes Lob und noch dickere Empfehlung. Besonders die Kaspressknödel-Suppe hat uns umgehauen. Oder der Kaiserschmarren.... einfach herrlich!

Das Gipfelkreuz ist erreicht!
Auf der Hütte lohnt es sich einzukehren - so lecker!
Im Sommer unser Ziel: von hier weiter zum Tirolerkogel!

Nach einer Pause folgt der Abstieg - oder soll ich es besser die Abfahrt nennen. Gleich hinter dem Gipfelkreuz starten wir - ganz rechts geht es am besten, da es hier schon eine Spur gibt. Das merken wir zwar leider erst am halben Hang, aber besser spät als nie. Wow - hatten nicht gedacht, dass diese kleinen Plastik-Dinger (weiß nicht, wie genau das heißt, ist es ein Bob?) abgehen wie Hölle. Zumindest so lange es eine Spur gibt, kommt der Tiefschnee stecken wir fest. Dann folgen wir ein Stück der Forststraße hinunter. Bis zur großen Piste oberhalb der Hütte, bei der wir gerastet haben. Was nun folgt, ist besser als wir gehofft hatten. Wir finden die perfekte Spur und flitzen hinunter. Kontrollieren lassen sich die "Bobs" ja nicht wirklich, aber hier ist es schön breit. Dafür macht es einen Heidenspaß! Zu unserer Überraschung können wir viel öfter fahren als gedacht und sind in Rekordzeit unten im Tal. Fazit: nicht wirklich steuerbar, aber schnell und so spaßig! Quasi kein Gewicht beim Tragen und sehr unkompliziert. Ehrlicher Weise muss erwähnt werden: wir sind nass bis unter die Unterhose, da beim Fahren der Schnee irgendwie in Jacke, Hose,... kriecht. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Beim Gehen zum Auto planen wir schon unseren nächsten Besuch hier am Eibl, der Schnee muss ausgenutzt werden. Plan gegen Nässe gibt es schon: Jacke in Hose stopfen, dann kann nichts mehr schief gehen!

Ja, da geht es dahin. Der Bob hat unsere Erwartungen übertroffen!
Kaum bekommen die Füße Bodenkontakt ist es wie in einem Schneesturm! So cool!

Seid ihr ohne fahrbaren Untersatz unterwegs, dann wählt ihr für den Abstieg einfach die Strecke des Aufstieges! Aber glaubt uns, hier könnte Roberto Blanco singen: "Ein bisschen Spaß muss sein" - und ich würde ihm aus vollem Herzen zustimmen und daher unser Tipp für euch: borgt ihn euch aus, kauft euch einen oder nehmt euren mit - ohne Bob oder Rodel ist es nur das halbe Vergnügen!


Tourendaten



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