Fotografie Tipps: Der Telekonverter – mit mehr Brennweite näher an das Fotomotiv

Aktualisiert: Jan 4


Steinbock auf massivem Fels im Gebirge

Seit langem habe ich den Wunsch Steinböcke in freier Natur zu fotografieren aber es ist mir noch nie gelungen. Daher beschlossen wir auf den 1100m hohen Gaisstein zu gehen um das Hochgebirgsähnliche Felsmassiv zu sehen und auch eventuell die Steinböcke. Der Zeitpunkt war besonders, da es an diesem Tag das erste Mal Schnee hoch oben in den Bergen gab. Wir packten alles zusammen um bestmöglich vorbereitet zu sein falls Fortuna uns gändig wäre und wir Steinböcke sehen dürften und diese auch nahe genug für Fotos wären.



Da meine längste Brennweite das Canon EF 70-200 f /2.8 IS II ist verwendete ich den Canon Extender EF 2x III

um die Brennweite von 200mm auf 400mm zu erhöhen um die Chance Steinböcke möglichst bildfüllend fotografieren zu können zu erhöhen



Woher kommt der Name Telekonverter?

Was Wort setzt sich aus dem altgriechischentēle, deutsch ‚fern‘ und dem lateinischen convertere ‚verwandeln‘ – also etwa „Fernwandler“ zusammen


Was macht ein Telekonverter?

Der Telekonverter welcher zwischen Kamera und Linse montiert wird verlängert mittels spezieller Linsen im Inneren die Brennweite.

Die gängisten Werte für die Verlängerungen sind 1,4x und 2x.

Es gibt Konverter welche speziell für bestimmte Linsen gemacht wurden und nur auf diese passen, diese haben die beste Bildqualität und der Autofokus funktioniert auch.

Die universellen Konverter verschiedenster Hersteller haben den Vorteil das man diese an verschiedensten Linsen verwenden kann, diese gibt es mit und ohne AF und in verschiedenen Verlängerungen.

Ein Telekonverter in der Fototasche ist eine sehr leichte, kleine und kostengünstige Alternative zu einer zusätzlichen Linse
Canon Extender EF 1.4x III und Canon Extender EF 2x III im Größenvergleich

ABER: Kein Licht ohne Schatten!


Jeder Telekonverter verringert die Lichtstärke exponentiell zur erreichten Brennweitenverlängerng

Beispiel – Aus der Lichtstärke 2.8 des Canon EF 70-200 f /2.8 IS II reduziert sich bei Verwendung des Canon Extender EF 2x III die Lichtstärke auf 5.6


Beispiele für die Verlängerung eines 70 – 200 f/2.8

Ohne Konverter: 70 – 200mm f/2.8

1.4x Konverter: 98 - 300mm f/4.0

2x Konverter: 140 – 400mm f/5.6


200mm - 400mm wie groß ist der Unterschied?

Ich habe euch zwei Fotos gemacht - eins mit 200mm und eines mit 400mm bei dem übereinanderlegen sieht man schön die Verdoppelung

Vergleich 200mm Brennweite zu 400mm

ACHTUNG bei einer Anfangsblende kleiner als 5.6!

Die Canon Extender sind Telekonverter ohne Funktionseinschränkung in Bezug auf den Autofokus die nur auf die dafür gedachten Linsen passen und dies auch nur bis zu einer Anfangsblende von 5.6. Beispielsweise geht der Autofokus des 2 x Extenders auf dem Canon EF 70-200 f/4.o IS nicht!


Vergleich der Gewichte:

Canon EF 70-200 f /2.8 IS II 1500g

Canon Extender EF 1,4x III 250g

Canon Extender EF 2x III 350g



Vorteile:

  • Platzsparend und leicht


Nachteile:

  • Reduktion der Lichtstärke

  • Langsamerer, schlechter AF aufgrund der geringeren Lichtstärke

  • Schlechtere Bildqualität


Fazit:

Der größte Vorteil von Telekonvertern ist für mich das ich zu meinen 70-200 2.8 für ein sehr geringen Gewicht und ein extrem kleines Packmaß auch ein 300mm f/4.0 und ein 400mm f/5.6 immer dabei habe, dafür nehme ich die Nachteile in kauf


Willst Du Brennweite haben musst du diese tragen!



Wir waren schon einige Zeit ganz leise unterwegs, ich blieb immer wieder stehen um mit dem Fernglas nach den Steinböcken ausschau zu halten, aber lange Zeit war gar nichts. Das Gewicht der umgehängten und fotobereiten Canon mit Doppelkonverter und dem 70 – 200 war schon ganz schön zu spüren. In der Nähe des Gipfels nach ca. 600 HM Aufstieg entdeckten wir das erste Mal Spuren im Schnee die uns wieder Hoffnung schöpfen ließen. Danach gingen wir ein Stück weiter und machten uns „unsichtbar“.


Auf einmal entdeckte ich in größerer Entfernung eine Gruppe Steinböcke welche in unsere Richtung kamen, ich war voller Freude diese zu sehen und in der Hoffnung das diese noch wesentlich näher zu mir kamen da 400mm zwar eine schöne Brennweite ist ich aber die Steinböcke doch einigermaßen bildfüllend am Foto haben wollte.


Fortuna war uns gnädig und die Gruppe von Steinböcken zog in fotografierbarer Entfernung und Vegitation an uns vorbei, es war ein magischer Moment



Als die Gruppe vorbei war, gingen wir rund um den Berg über den Gipfel auf dem anderen Grad hinunter und dort, wir glaubten es kaum sah ich eine andere kleine Gruppe von Steinböcken auf einer Lichtung stehen, ganz langsam, super leise und die Windrichtung beachtend näherte ich mich diesen und konnte nochmals einzigartige Fotos von den Steinböcken machen.



Verfolge ständig deine Ziele, denn durch den Weg dorthin lernst Du sehr viel und erreichst diese auch



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Sonja & Gerald Lechner
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